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Fährte - VDH

Allgemeines

Allgemeines

Um die Nasenleistung der Hunde (220 Millionen Riechzellen) weiter zu fördern bietet sich u. a. Fährtenhundarbeit an:

Im Bereich des VDH gibt es die folgenden Prüfungen in der Fährtenarbeit:

- die Fährtenarbeit in der Abteilung A der Prüfungen SchH/VPG 1-3
- die Fährtenarbeit in der Abteilung A der internationalen Gebrauchshundeprüfung IPO 1-3
- die Fährtenprüfungen in den Ausbildungsstufen 1 - 3 (FPR 1-3)
- die Fährtenhundprüfungen 1+2 (FH1-2)
- die Fährtenhundprüfung nach der FCI-Prüfungsordnung.

Nachfolgend beschrieben sind die Prüfungsordnungen der eigenständigen Prüfung FPR1-3. (Die restlichen sind Teile von Prüfungen).
Jagdliche Fährten siehe unter Jagd.

Der Hundführer meldet sich mit seinem Namen und dem Namen des Hundes sowie die abzulegende Stufe und gibt an, ob sein Hund die Gegenstände aufnimmt oder verweist.

Fährtenfähiger Untergrund

Wiese, Acker und Waldboden - alle natürlichen Böden. Sichtfährten sind soweit wie möglich zu vermeiden.

Allgemeines beim Legen der Fährte

Der Hundeführer hat vor dem Legen der Fährte dem Leistungsrichter die Gegenstände zu zeigen.

Der Leistungsrichter legt den Fährtenverlauf fest und weist den Fährtenleger (Stufe 2+3) ein. Beim Legen der Fährte der Stufen 2+3 dürfen die Hundeführer nicht anwesend sein. Bem Legen der FP1 muss der Hund außer Sicht sein.

Fährtengegenstand

Innerhalb einer Fährte müssen unterschiedliche Gegenstände verwendet werden (Material z. B. Leder, Textilien, Holz). Die Gegenstände müssen eine Länge von ca. 10 cm, eine Breite von 2 - 3 cm, eine Dicke von 0,5 - 1 cm aufweisen und dürfen sich in der Farbe nicht wesentlich vom Gelände abheben.

Bei der FP1 sind führereigene Gegenstände vorgeschrieben. Es ist darauf zu achten, dass diese gut verwittert sind. Der Hundführer hat sie vor dem Fährtenlegen dem Leistungsrichter zu zeigen.

Bei FP2 und 3 sind die Gegenstände dem Fährtenleger so auszuhändigen, dass er sie mindestens 30 Minuten am Körper tragen kann.

Ansatz

Abgangsstelle: Sie ist durch ein Schild zu kennzeichnen, das links direkt am Ansatz steckt und dort während der Fährtenarbeit verbleiben muss.

Der Fährtenleger verweilt am Ansatz (leichtes Betreten ist erlaubt).

Der Fährtenleger geht bei der FP2+3 den vom Leistungsrichter vorgeschriebenen Weg in normaler Gangart. Scharren oder Unterbrechen der Gangart ist nicht gestattet.

Der Hund ist ruhig an den Ansatz zu führen. Der Ansatz muss am Hund erfolgen.
Der Hund hat am Ansatz intensiv und ruhig die Witterung aufzunehmen. Die Aufnahme der Witterung hat ohne Hundeführerhilfen zu geschehen (außer "Such"). Der Ansatz ist nicht zeitabhängig. Der Hund muss nach Witterungsaufnahme seinem Suchverhalten entsprechend das Ausarbeiten der Fährte beginnen.

Nach dem 4. erfolglosen Ansetzen zu Beginn ist die Fährtenarbeit zu beenden.

Ein Neuansatz im weiteren Verlauf ist nicht erlaubt. Ein Neuansatz ist dann erfolgt, wenn der Hundeführer seinen Hund bei Fuß nimmt oder an verkürzter Leine neu ansetzt. Hat der Hund Witterung aufgenommen und folgt dieser, hat der Hundeführer am Ansatz so lange zu verweilen, bis das Ende der Leine oder die erforderliche Distanz von 10 m erreicht ist. Vorzeitiges Mitgehen ist fehlerhaft.

Winkel

Die Winkel sind sicher auszuarbeiten. Ein Überzeugen des Hundes am Winkel, ohne die Fährte zu verlassen, ist nicht fehlerhaft. Kreisen am Winkel ist fehlerhaft. Nach dem Ausarbeiten der Winkel hat der Hund im gleichen Tempo weiterzuarbeiten.

Verweisen

Das Verweisen der Gegenstände hat überzeugend, in Suchrichtung und unmittelbar am Gegenstand zu erfolgen. Leicht schräges Verweisen ist nicht, seitliches Verweisen des Gegenstandes oder starkes Drehen zum Hundeführer ist fehlerhaft. Gegenstände, die mit starker Hilfe verwiesen oder aufgenommen werden, gelten als nicht gefnden.

Das Verweisen der Gegenstände kann stehend, sitzend, liegend oder im Wechsel erfolgen.

Aufnehmen und Verweisen ist fehlerhaft.

Sobald der Hund einen Gegenstand gefunden hat, muss er ihn ohne Einwirkung des Hundeführers sofort aufnehmen oder überzeugend verweisen. Der Hundeführer lässt die Leine fallen und begibt sich sofort zu seinem Hund. Gefundene Gegenstände sind durch Hochheben dem Leistungsrichter anzuzeigen.

Beim Herantreten des Hundeführers zur Abgabe oder zum Aufheben des Gegenstandes muss sich der Hundeführer neben seinen Hund stellen.

Der Hund hat bis zum Wiederansatz ruhig in der Verweis- oder Aufnahmeposition zu verharren und wird aus dieser mit kurzer Leine durch den Hundeführer wieder angesetzt.

Verweist ein Hund einen nicht ausgelegten Gegenstand oder unterbricht die Fährenarbeit z. B. durch Hinlegen, Setzen oder Stehen, so ist dies fehlerhaft und wird mit Punktabzug geahndet. Arbeitet der Hund auf Hörzeichen des Hundeführers auf Distanz weiter, so werden nur 2 Punkte entwertet. Tritt dagegen der Hundeführer an den Hund heran, wird dies als falsches Verweisen ausgelegt und mit 4 Punkten entwertet.

Die Fährtenarbeit ist abzubrechen, wenn der Hund die Fährte um mehr als eine Leinenlänge verlässt.

Länge der Fährte: etwa 300 Schritt (Eigenfährte)
Anzahl der Winkel: 2 / je 90 Grad
Schenkel: 3
Alter der Fährte: etwa 20 Minuten
Gegenstände: Auf der Fährte werden 2 dem Hundeführer gehörende Gegenstände abgelegt.

Erster Gegenstand ist auf Richteranweisung auf der Mitte des 1. oder 2. Schenkels, zweiter Gegenstand am Ende der Fährte abzulegen.
Ausarbeitungszeit der Fährte: spätestens nach 20 Minuten
Weiter Hinweise: Der Hund sucht an der 10 m langen Suchleine oder frei.

Mindestalter des Hundes bei Prüfung: 15 Monate
Erfolgreich abgelegte BH-VT-Prüfung Voraussetzung.
Punktzahl: Halten der Fährte: 80 Punkte
2 Gegenstände: 20 Punkte
Länge der Fährte: mind. 400 Schritt (Fremdfährte)
Anzahl der Winkel: 2 / je 90 Grad
Schenkel: 3
Alter der Fährte: mind. 30 Minuten
Gegenstände: Auf der Fährte werden 2 dem Hundeführer gehörende Gegenstände abgelegt.

Erster Gegenstand ist auf Richteranweisung auf der Mitte des 1. oder 2. Schenkels, zweiter Gegenstand am Ende der Fährte abzulegen.
Ausarbeitungszeit der Fährte: spätestens nach 30 Minuten
Weiter Hinweise: Der Hund sucht an der 10 m langen Suchleine oder frei.

Mindestalter des Hundes bei Prüfung: 15 Monate
Erfolgreich abgelegte BH-VT-Prüfung Voraussetzung.
Punktzahl: Halten der Fährte: 80 Punkte
2 Gegenstände: 20 Punkte
Länge der Fährte: mind. 600 Schritt (Fremdfährte)
Anzahl der Winkel: 4 / je 90 Grad
Schenkel: 5
Alter der Fährte: mind. 60 Minuten
Gegenstände: Auf der Fährte werden 3 dem Fährtenleger gehörende Gegenstände abgelegt.

Erster Gegenstand ist frühestens nach 100 Schritten auf dem 1. oder 2. Schenkel, der zweite Gegenstand auf Richteranweisung und der dritte Gegenstand am Ende der Fährte abzulegen.
Ausarbeitungszeit der Fährte: spätestens nach 40 Minuten
Weiter Hinweise: Der Hund sucht an der 10 m langen Suchleine oder frei.

Mindestalter des Hundes bei Prüfung: 15 Monate
Erfolgreich abgelegte BH-VT-Prüfung Voraussetzung.
Punktzahl: Halten der Fährte: 80 Punkte
3 Gegenstände: 20 Punkte
Thema Punktabzug
Fehlerhaftes Ansetzen 4
Faseln 4
Häufiges Kreisen an den Winkeln 4
Dauernde Aufmunterung 4
Unkorrektes Aufnehmen oder Verweisen 4
Wiederholtes Ansetzen bis zu 8
Starkes Faseln bis zu 8
Fährten mit überwiegend hoher Nase bis zu 8
Stürmisches Fährten bis zu 8
Entleeren bis zu 8
Mäusefangen bis zu 8

Vollständige Prüfungsordnung

Fährtencheckliste als Protokoll

Wer Interesse hat kann sich gern unsere Fährtencheckliste [125 KB] als PDF herunterladen.